20 Jahre TSVE-Eishockey
(leider kein Grund zum Feiern)
Anmerkungen der Mannschafts-Betreuerin Ilse-Marie Westenfelder.

Etwa vor 20 Jahren , nachdem sich die beiden Bielefelder Eisbahnen etabliert hatten, wurde der vereinsgebundene Eissport neu organisiert. Die Eiskunstläufer waren im DSC Arminia Bielefeld und die Eishockey-Spieler beim TSVE 1890 Bielefeld angesiedelt, der im Jahre 1986 eine Eishockey-Abteilung gegründet hatte. Seit 4 Jahren  läuft die Abteilung unter der Bezeichnung "Eissport".

Es gab von Anfang an 2 Mannschaften. Zum einen eine Damen-Mannschaft, das heutige Hobby-Team und die  1. Herrenmannschaft, die sich am Ligen-Betrieb in NRW beteiligte. Meistens spielte sie in der Bezirksliga um Tore und Punkte. Doch gab es auch Zeiten, in denen in der Landesliga bis zur Verbandsliga gespielt wurde. Damals waren Spieler mit heute noch bekannten Namen dabei, die aber Bielefeld aus verschiedensten Gründen bald wieder verlassen haben z.B. Jeff Job, Jamie Mc Kinley, Gabor Tamasz,  Seppo Alander u.a.).

Es war immer schwer, auf der offenen Delius-Eisbahn Wind und Wetter ausgesetzt zu sein und bei Schneetreiben oder Regen zu trainieren oder ein Spiel auszutragen. Wie oft habe ich erlebt, dass Spieler - auch die Gegner - vor einem Spiel erst einmal gemeinsam mit den Eismeistern die Eisfläche vom Wasser befreit haben. Auch Wind und Frost haben uns, die wir als freiwillige Helfer dabei waren, oft sehr zu schaffen gemacht. Aber trotz allem war die Stimmung meist großartig. 

Unvergessen sind auch die vielen Freundschaftspiele z.B. gegen die "Celle Oilers", über Jahre die Oster-Turniere in Soest, Turniere in Berlin und die Trainingslager in Tschechien mit Eduard Novak und Frantisek Kaberle.

Nach dem unnötigen Abriss der Delius-Eisbahn mussten sich nun alle 4 Bielefelder Eissport-Vereine in Brackwede auf der Oetker-Eisbahn arrangieren. Das bedeutete sowohl für die Eiskunstläufer als auch für die Eishockey-Spieler einen Verlust an Trainings- und Spielzeiten von z.T. mehr als 50 %. Trotz der Überdachung der Eisbahn in Brackwede lohnte es sich für viele Spieler nicht mehr für 1 Std. Trainingszeit weite Anfahrtwege auf sich zu nehmen. Die 1. Herren-Mannschaft bröckelte nach und nach auseinander, zumal auch einige andere Stammspieler den Verein wechselten oder den Eishockey-Sport wegen Familie und Beruf ganz aufgaben. Neue Spieler hinzuzubekommen erwies sich immer wieder als äußerst schwer, besonders in dieser Saison.  Der Nachwuchs aus Bielefeld blieb aus, da auch hier eine Stunde Trainingszeit bei 2 Std. An- und Abfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wenig Sinn macht und für Eltern die Fahrerei auch kaum zumutbar ist. Auch die freiwilligen Helfer aus Bielefeld kamen der Entfernung wegen nicht nach Brackwede. 

Doch den Eissport ganz aufgeben wollen wir nicht. Die 1. Herrenmannschaft vom Ligenspiel-Betrieb abzumelden wäre fatal, da es genügend Beispiele gibt, dass Vereine, die einmal abgemeldet haben,  seit Jahren nicht mehr offiziell im Ligenbetrieb dabei sind. Zudem würden dann auch die Eiszeiten dem Vereinssport verloren gehen.
Wir selbst unternehmen alles für den Sport, brauchen aber neue Spieler.

Daher planen wir auch intensiv weiter an einer multifunktionalen, ganzjährig zu nutzenden Sportanlage im Zentrum von Bielefeld (SKATING DOME) mit Eissport im Winter und Inline-Sport im Sommer. Infos unter http://www.eisbahn-in-der-innenstadt.de

An dieser Stelle möchte ich ein herzliches "Dankeschön" an unsere Liga-Mitspieler senden, die uns immer wieder ermuntert haben,  nicht aufzugeben, nicht weil wir "Kanonenfutter" sind, sondern weil im Laufe der Jahre  freundschaftliche Verhältnisse entstanden sind. Mein Dank geht auch die jungen Brackweder, die mich seit unserem Dasein auf der Oetker-Eisbahn bei Spielen tatkräftig unterstützen.

Um auch spielerisch einen besonderen Höhepunkt in diesem Jubiläumsjahr zu haben, planen Thomas Wölm in Berlin und ich hier am 09.12.06 und 10.12.06 zwei Spiele zwischen Berlin und Bielefeld.  Seit Jahren beteiligen sich einige unserer Spieler an einem Eishockey-Turnier in Berlin. Nun ist es uns gelungen, eine Trainingszeit des DSC Arminia, die einen auswärtigen Wettkampf bestreiten, zu bekommen und durch eigene Eiszeite (Verlegung der Trainingszeit der Hobby-Mannschaft) zu ergänzen, damit sich akzeptable Spielzeiten ergeben. Den Arminen sei Dank! Leider sind die Eiszeiten so knapp, dass es nur zu den beiden Spielen reicht und nicht zu einem "richtigen" Turnier.

Wer uns - wie auch immer - helfen möchte, wendet sich bitte an mich.

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